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Coronavirus: Was tut das BMBF?

Das neuartige Corona-Virus und seine schnelle Ausbreitung erfüllen derzeit viele Menschen mit Sorge. Die Lage hat sich in Europa am Wochenende weiter verschärft. Die Bundesregierung hat die Herausforderungen, die sich durch das Corona-Virus ergeben, als gemeinsame Aufgabe angenommen. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat am 11. März 2020 145 Millionen Euro zusätzlich zur Forschung zum Coronavirus bereitgestellt. Größtenteils wird das Bundesforschungsministerium damit die internationale Impfstoff-Initiative CEPI unterstützen. Die Sofort-Maßnahme ist Teil des weltweiten Engagements des BMBF in der Infektionsforschung.

Aktuell stehen drei Punkte im Zentrum der Coronavirus-Aktivitäten des BMBF

1. Wir investieren in Forschung, die dabei hilft, das Virus noch besser zu verstehen.

Das Bundesforschungsministerium hat am 03. März 2020 einen Förderaufruf über 10 Millionen Euro veröffentlicht. Damit intensiveren wir die Förderung der virologischen Forschung in Deutschland, die wir seit langem unterstützen. Forschende bekommen dadurch zusätzliche Unterstützung, um die Eigenschaften des Virus weiter zu entschlüsseln. So können weitere Ansatzpunkte für die Therapie- und Impfstoffentwicklung geschaffen werden. Die Forschenden müssen die Biologie und auch die Übertragungsmechanismen und -dynamik noch besser verstehen. Dieses Wissen ist auch wichtig, um geeignete Maßnahmen zur Prävention zu ergreifen. Mehr dazu lesen Sie hier.

2. Wir unterstützen die Entwicklung von Medikamenten für die Behandlung von Erkrankten.

Mit dem Förderaufruf wollen wir auch die Entwicklung neuer Medikamente gegen das Corona-Virus unterstützen. Dabei geht es zum einen darum, neue Wirkstoffe zu entwickeln. Zum anderen soll auf bestehende Wirkstoffe aufgebaut werden. Medikamente, die zum Beispiel zur Behandlung anderer viraler Erkrankungen bereits zugelassen sind. Das ist aktuell besonders wichtig. Hier gab es in den vergangenen Tagen schon einige ermutigende Nachrichten. Diese Medikamente sollen in klinischen Studien zu Medikamenten gegen das Corona-Virus weiterentwickelt und zugelassen werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

3. Wir fördern die Entwicklung eines Impfstoffs.

Der dritte wichtige Förderschwerpunkt des BMBF ist die Erforschung und Entwicklung von Impfstoffen. Die internationale Staatengemeinschaft hat aus früheren Epidemien gelernt und die Impfstoff-Initiative CEPI gegründet. Deutschland ist Gründungsmitglied und fördert CEPI seit 2017 mit insgesamt 90 Millionen Euro.

CEPI ist eine öffentlich-private Partnerschaft, in der sowohl staatliche Förderer als auch Stiftungen, Forschungseinrichtungen und Pharma-Unternehmen zusammenarbeiten. Unter dem Dach von CEPI wird derzeit die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus vorangetrieben. In die von CEPI initiierten Entwicklungsprojekte ist auch ein deutsches Unternehmen eingebunden, die Biotech-Firma CureVac. Mehr dazu lesen Sie hier.

Ein Impfstoff ist die beste Methode, das Virus auf mittlere Sicht zurückzudrängen. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat daher zusätzliche 145 Millionen Euro für die Forschung am Coronavirus freigegeben.

Bildquelle: © Naeblys-istockphoto.com