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Warum Bioökonomie in Nordrhein-Westfalen?

Standort Nordrhein-Westfalen

NRW ist Teil der “Blauen Banane”, einem bandförmigen europäischem Großraum, der sich durch seine Aneinanderreihung von Ballungsräumen zu einer Megaregion innerhalb Europas entwickelt hat. Dieser Raum ist geprägt durch eine Verflechtung von Bevölkerung, Wirtschaft, Industrie und Wissen. Dabei stellt NRW innerhalb Deutschlands eines der am dichtesten besiedelten Bundesländer dar, verfügt somit über einen großen Pool an Arbeitskräften, und hat zugleich auch das dichteste Netz an akademischen Einrichtungen in Deutschland, was zu einer hohen Qualifizierung der Arbeitskräfte führt. NRW ist aber gleichzeitig auch geprägt durch seine dezentralen Flächen mit Regionen außerhalb der Metropolen an Rhein und Ruhr, in denen eine landwirtschaftliche Nutzung auf eine dezentrale Versorgung trifft. Außerdem sind Teile des Bundeslandes immer noch stark durch den Braunkohlebergbau geprägt.

Ebenso wie andere Regionen ist Nordrhein-Westfalen mit globalen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenschwund, Biodiversitätsverlust, Urbanisierung, demografischer Wandel und Strukturwandel konfrontiert. Lösungsansätze für diese Herausforderungen sind komplex und bedürfen eines umfangreichen Ansatzes getragen durch die Gesellschaft, Wirtschaft und Landespolitik. Bei der Bewältigung einiger dieser Punkte könnte die Bioökonomie eine Rolle spielen, denn In Nordrhein-Westfalen finden sich gute Voraussetzungen für die Etablierung einer Bioökonomie Modellregion:

 

  • NRW besitzt land- und forstwirtschaftliche Flächen, die biogene Rohstoffe liefern können.
  • NRW ist ein Ballungsraum für Bevölkerung und Industrie und verfügt somit über eine große quantitative und qualitative Auswahl  an Rest-, Neben- und Abfallströmen, die als Ausgangsstoffe für neue Produkte/Dienstleistungen verwendet werden können.
  • NRW ist in ein gutes Infrastrukturnetzt eingebettet, somit können Stoffe und Waren gut zwischen den verschiedenen Ballungsräumen ausgetauscht und (weiter)verarbeitet werden.
  • Vorhandenen industrielle Wertschöpfungsketten besonders in der Chemie- und Pharmaindustrie, der Biotechnologie, dem Energiesektor und der Landwirtschaft können weiter ausgebaut oder im Sinne einer Bioökonomie branchenübergreifend verknüpft werden.
  • NRW ist ein multizentrischer Ballungsraum, der dem Prinzip der Bioökonomie entgegenkommt, da die Bioökonomie das Potenzial birgt auch regional und dezentral Wertschöpfung und Arbeitsplätze zu generieren.
  • NRW hat die höchste dichte an wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland. Diese Einrichtungen sind die Grundlage für Innovation in der Bioökonomie und sie sind zugleich das Fundament für die Aus- und Weiterbildung für neue Berufsbilder in der Bioökonomie.

Bioökonomie Zeitstrahl

Bundesland (NRW) Ebene

Gründung von CLIB2021
März 30, 2007

Gründung von CLIB2021

2007 entsteht in NRW aus einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertem- Projekt „CLIB2021“, das Cluster Industrielle Biotechnologie, welches die Biotechnologie als Schlüsseltechnologie für die Bioökonomie stärken soll.

Gründung von BIO.NRW
September 19, 2007

Gründung von BIO.NRW

Das Land Nordrhein-Westfalen erkennt die Wichtigkeit der Biotechnologie und gründet BIO.NRW als Dachverband der Biotechnologie in NRW.

BioSC Gründung in NRW
Oktober 21, 2010

BioSC Gründung in NRW

Das „Bioeconomy Science Center (BioSC) wird in Nordrhein-Westfalen gegründet. Es ist die erste explizit auf bioökonomische Forschungsfragen ausgerichtete Einrichtung in Deutschland.

NRW Strategieprojekt zur Entwicklung einer Forschungsinfrastruktur zur Bioökonomie
Mai 17, 2013

NRW Strategieprojekt zur Entwicklung einer Forschungsinfrastruktur zur Bioökonomie

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt das BioSC im Rahmen des NRW-Strategieprojekts zur Entwicklung einer Forschungsinfrastruktur zur Bioökonomie. Es stellt die erforderlichen Mittel zur weiteren Integration der Partner in Forschung, Entwicklung und Ausbildung zur Verfügung.

Eckpunkte einer wissensbasierten Bioökonomie Strategie in NRW
Juli 26, 2013

Eckpunkte einer wissensbasierten Bioökonomie Strategie in NRW

Nordrhein-Westfalen veröffentlich als eines der ersten Bundesländer Deutschland ein Eckpunktepapier zu einer wissensbasierten Bioökonomiestrategie. Dabei erweitert Nordrhein-Westfalen als einer der ersten Regionen in Europa die Bioökonomie Definition um den Gesundheitssektor und schließt insbesondere die pharmazeutische Biotechnologie, auch rote Biotechnologie genannt, mit in ihre Betrachtung ein. Besondere landesspezifische Schwerpunkte setzt NRW in die Life-Science-Branche des Bundeslandes und in biotechnologische Innovationen.

Das Projekt BioökonomieRevier wird gefördert
August 1, 2019

Das Projekt BioökonomieRevier wird gefördert

Der Beschluss der Bundesregierung, bis spätestens 2038 aus der Kohleverstromung auszusteigen, wird ein Strukturwandel in den Kohleregionen folgen. Das Rheinische Revier in Nordrhein-Westfalen soll in diesem Rahme zu einer Modellregion der Bioökonomie werden. Mit Unterstützung von der Bundesregierung wird das Projekt BioökonomieREVIER gefördert. Dieses Projekt soll das ehemalige Braunkohlerevier mit Unterstützung von Wissenschaft, Industrie und Zivilgesselschaft zu einer Modell Region für nachhaltiges Wirtschaften machen.

Entwicklung des Konzeptes und der Definition von Bioökonomie

Es gibt viele verschiedenen Definitionen der Bioökonomie, die sich je nach Fokus in Ihrem Umfang unterscheiden. Einige Bioökonomie Definitionen beziehen zum Beispiel das Konzept der Kreislaufwirtschaft /Circular Economy mit ein.
Allen Definitionen der Bioökonomie liegt allerdings die Annahme zu Grunde, dass die Bioökonomie einen Ansatz liefert wie einige der dringendsten Fragen des 21 Jahrhunderts beantwortet werden können. Das Konzept der Bioökonomie entwickelte sich auch gerade aus diesen Fragen:

  • Wie können wir eine wachsende Weltbevölkerung ernähren und gleichzeitig allen Menschen den Zugang zu Wohlstand ermöglichen, ohne dabei die planetaren Grenzen zu überschreiten?
  • Wie kann man endliche Ressourcen wie z.B. Erdöl, Erdgas und Kohle ersetzt?
  • Und wie kann man die Klimaerwärmung aufhalten?

 

All diese Fragen führte zur Entwicklung des Bioökonomiekonzeptes und die wichtigsten Schritte dieser Entwicklung sind im Zeitstrahl auf dieser Seite zu finden. Ebenso stellen wir Ihnen hier einige Definitionen der Bioökonomie vor.

Verschiedene Definitionen der Bioökonomie

Definition der Bioökonomie von der Bunderegierung aus der Nationalen Bioökonomiestrategie 2020
„Die Bioökonomie umfasst die Erzeugung, Erschließung und Nutzung biologischer Ressourcen, Prozesse und Systeme, um Produkte, Verfahren und Dienstleistungen in allen wirtschaftlichen Sektoren im Rahmen eines zukunftsfähigen Wirtschaftssystems bereitzustellen. Bioökonomische Innovationen vereinen biologisches Wissen mit technologischen Lösungen und nutzen die natürlichen Eigenschaften biogener Rohstoffe hinsichtlich ihrer Kreislauffähigkeit, Erneuerbarkeit und Anpassungsfähigkeit. Die Bioökonomie birgt das Potenzialneuartige Produkte und Verfahren hervorzubringen, um Ressourcen zu schonen und Wohlstand zu schaffen.“

Definition der Bioökonomie von Nordrhein-Westfalen aus dem Eckpunktepapier der Landesregierung von 2013
Die Landesregierung versteht unter Bioökonomie die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen unter nachhaltiger Nutzung von biologischen Ressourcen- u.a. für den Wandel von einer auf Erdöl basierenden hin zu einer auf nachwachsenden Rohstoffen basierenden Gesellschaft. Dies ist insbesondere für Nordrhein-Westfalen als einer der in Europa führenden Chemie-, Pharma- und Energie-Standorte von Bedeutung.

Definition der EU aus der überarbeiteten Bioökonomiestrategie von 2018
Sustainable & Circular: Bioeconomy the European way
The bioeconomy covers all sectors and systems that rely on biological resources (animals, plants, micro-organisms and derived biomass, including organic waste), their functions and principles. It includes and interlinks: land and marine ecosystems and the services they provide; all primary production sectors that use and produce biological resources (agriculture, forestry, fisheries and aquaculture); and all economic and industrial sectors that use biological resources and processes to produce food, feed, bio-based products, energy and services. To be successful, the European bioeconomy needs to have sustainability and circularity at its heart. This will drive the renewal of our industries, the modernisation of our primary production systems, the protection of the environment and will enhance biodiversity.

Links zu weiteren Bioökonomie relevanten Informationen/Medien

Eckpunkte einer Bioökonomiestrategie für Nordrhein-WestfalenDownload PDF

Bioökonomie in Deutschland

 

 

 

Nationale Bioökonomiestrategie – Download PDF

Bioökonomie in der EU

  • Die Wissensbasis für die Politikgestaltung im Bereich der Bioökonomie in der EU – Knowledge Centre for Bioeconomy
  • Politiken, Initiativen, Veranstaltungen und Publikationen zur Unterstützung von Forschung und Innovation in der Bioökonomie in der EU –  Bioeconomy

 

Aktionsplan der EU zur Circular EconomyDownload PDF

 

Kontakt

Dr. Jasmin Schubert

Science Officer for Bioeconomy

Telefon 0211 385 469 – 9204

Themenschwerpunkte

Bioökonomie
Biotech Datenbanken