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BMBF-Fördermaßnahme „Computational Life Sciences“

Auswahlrunde 2021: KI-METHODEN FÜR DIE INFEKTIONSFORSCHUNG

Der Fortschritt im Bereich experimenteller Methoden und moderner (Hochdurchsatz-) Technologien ist ein wichtiger Treiber für Innovationen in der biologischen und medizinischen Forschung. Hierdurch werden vermehrt quantitative, zeitaufgelöste Messungen zellulärer Systeme im großen Maßstab ermöglicht.
Gleichzeitig nimmt auch die Menge der digitalisierten Daten in der Patientenversorgung und klinischen Forschung rasant zu. Diese Entwicklungen gehen einher mit einem steigenden Bedarf nach neuen bioinformatischen Werkzeugen für die effiziente Verarbeitung und Analyse der gemessenen Daten sowie neuen Methoden zur mathematischen Modellierung und Simulation komplexer biologischer Systeme.

Im Rahmen der vierten Auswahlrunde von „Computational Life Sciences“ liegt der thematische Fokus auf „KI-Methoden für die Infektionsforschung“.
Die Einreichungsfrist ist der 27. Mai 2021.

Ziel ist die Entwicklung prädiktiver systemmedizinischer Modelle der molekularen Interaktionsnetzwerke zwischen Erregern und Wirtskörper während der Infektion oder der Therapie. Die Modelle sollten Omics-Daten aus Hochdurchsatzverfahren, klinische und immunologische Daten, sowie andere Daten wie Verhaltens- und Umweltdaten integrieren und klinisch relevante Größen wie das Infektionsrisiko, die Schwere einer Infektion, das Ansprechen auf eine Behandlung oder mögliche Nebenwirkungen auf individueller Ebene vorhersagen. Dazu sollen auf Basis von fortschrittlichen Methoden aus dem maschinellen Lernen, Bioinformatik, Statistik und der Computational Biology neue oder verbesserte Softwarewerkzeuge und Computermodelle entwickelt und validiert werden. Das Themenfeld ist hierbei nicht auf virale Krankheitserreger beschränkt, sondern offen für alle Pathogene. Im Rahmen der geförderten Projekte sollen Experten aus Bereichen wie KI, Bioinformatik, Modellierung, experimentellen Omics-Technologien, Mikrobiologie, Immunologie, Mikrobiomforschung und Infektionskrankheiten interdisziplinär zusammenarbeiten. Die Innovationshöhe und Originalität des Forschungskonzeptes sowie die klinische Relevanz der Modelle muss in der Projektskizze klar dargelegt werden. Die entwickelten Methoden sollen möglichst als Open-Source-Software veröffentlicht werden, um auch von anderen Forscherinnen und Forschern genutzt und auf weitere Anwendungsfälle übertragen werden zu können. Um die potentiellen Vorhaben erfolgreich innerhalb der Laufzeit der Förderung durchführen zu können, ist es notwendig, dass die Projekte bereits zum Projektstart über ausreichende Mengen direkt verwendbarer Daten verfügen.

Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Sitz in Deutschland.
Die Projekte können sowohl als Einzel- als auch als Verbundvorhaben durchgeführt werden.
Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt.

Die Ansprechpartner für diese Auswahlrunde sind beim beauftragten Projektträger Jülich:

Dr. René Wolf-Eulenfeld

02461 61-96376; r.wolf-eulenfeld@fz-juelich.de

Dr. Daniel Heinrichs
02461 61-1662; d.heinrichs@fz-juelich.de

Mehr zur aktuellen Auswahlrunde unter: https://www.ptj.de/computational-life-sciences